Früh erkennen. Gezielt handeln. Langfristig schützen.

Myopiemanagement bei Kindern

Kurzsichtigkeit bei Kindern nimmt immer weiter zu. Mit modernem Myopiemanagement können wir das Fortschreiten gezielt verlangsamen und die Augengesundheit nachhaltig schützen.

Myopiemanagement – Jetzt an die Zukunft der Kinder denken!

Kurzsichtigkeit (Myopie) nimmt weltweit deutlich zu – was vor einigen Jahrzehnten vor allem in asiatischen Ländern auffällig war, betrifft inzwischen auch zunehmend Kinder und Jugendliche in Europa. Damit gewinnt das sogenannte Myopiemanagement auch bei uns immer mehr an Bedeutung.
Ein wesentlicher Einflussfaktor ist unser veränderter Alltag:
Immer mehr Zeit wird im Nahbereich – etwa vor Bildschirmen oder mit Büchern – verbracht, während gleichzeitig die Zeit im Freien mit natürlichen Lichtverhältnissen und Blick in die Ferne abnimmt. Gerade im Kindesalter kann dies dazu führen, dass sich die Kurzsichtigkeit stetig verstärkt.
In vielen Fällen geht eine zunehmende Myopie mit einem übermäßigen Längenwachstum des Augapfels einher. Dadurch steigt langfristig das Risiko für ernsthafte Augenerkrankungen wie Makuladegeneration, Netzhautablösung, Glaukom oder Grauen Star.

Früher erkennen – gezielt handeln

Wir nehmen diese Entwicklung sehr ernst und sind speziell für das Myopiemanagement qualifiziert.
Mit modernen Versorgungsmöglichkeiten wie speziellen Brillengläsern und Kontaktlinsen können wir aktiv dazu beitragen, das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit zu verlangsamen.

Risikofaktoren für eine zunehmende Kurzsichtigkeit

frühe Kurzsichtigkeit bereits vor dem Schuleintritt
familiäre Veranlagung (Eltern oder Großeltern)
intensive Naharbeit (Bildschirme, Lesen, kurze Abstände)
zu wenig Aufenthalt im Freien
Probleme beim beidäugigen Sehen oder der Fokussierung
starkes Körperwachstum im Kindesalter

Moderne Analyse mit dem Myopia Master

Mit dem Myopia Master verfügen wir über ein hochmodernes Messsystem, das die Entwicklung der Kurzsichtigkeit präzise analysiert.

  • kontaktlose, schnelle Messung
  • Erfassung der Augenlänge und Sehstärke
  • Auswertung anhand wissenschaftlicher Wachstumskurven
  • verständlicher Analysebericht für Eltern

So erkennen wir frühzeitig, ob sich das Auge im normalen Bereich entwickelt oder ob gezielte Maßnahmen sinnvoll sind.

Wie funktioniert es?

Im Inneren unseres Augapfels befindet sich ein Ringmuskel, in dem die Augenlinse zentrisch „eingehängt“ ist. Stellen wir unser Sehen auf eine Nahdistanz ein, zieht sich dieser Ringmuskel zusammen, die Augenlinse kann runder werden und ermöglicht uns das Nahsehen (Nahakkomodation). Wollen wir in der Ferne scharf sehen, entspannt sich der Ringmuskel und die Augenlinse erfährt durch Streckung wieder ein flacheres Profil (Fernakkomodation). Bei der Nahakkomodation werden die mechanischen Kräfte auch auf die Außenhaut unseres Augapfels übertragen und dieser wird in der axialen Richtung etwas länger. Nun können Kinder sehr kurze Arbeitsabstände scharf stellen und vergrößern sich damit z. B. die wahrgenommene Größe eines Screens. Dies passiert heutzutage leider zu oft und zu lange und dadurch wird das Längenwachstum des Auges gefördert. Natürlich spielen auch die Exposition in einer natürlichen Farb- und Lichtumgebung eine Rolle.
Spezielle Brillengläser und Kontaktlinsen generieren in der Peripherie des Blickfeldes nun einen sogenannten Defocus, also eine Abbildungsebene, welche die Nahakkomodation deutlich herabsetzt und somit auch die Zugkräfte auf den Augapfel reduziert.
Dies ist ein Baustein bei der Verlangsamung der Kurzsichtigkeit. Weitere Puzzelteile zum Erfolg ist sind angepasster Umgang mit digitalen Medien bezüglich Nutzungsdauer und -abstand und viel Zeit im Freien mit fernorientierten Sehanreizen.
Alle 6 Monate erfolgt eine Kontrollmessung mit dem Myopia-Master um den Verlauf des Längenwachstums zu dokumentieren. Im Idealfall sollte auch der behandelnde Augenarzt in regelmäßigen Abstand konsultiert werden.